{"id":560,"date":"2020-09-29T15:10:06","date_gmt":"2020-09-29T13:10:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wortwerkwittenberg.de\/wordpress\/?p=560"},"modified":"2020-10-14T17:36:35","modified_gmt":"2020-10-14T15:36:35","slug":"forschungsbibliothek-zur-geschichte-der-deutschen-sprache","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wortwerkwittenberg.de\/wordpress\/forschungsbibliothek-zur-geschichte-der-deutschen-sprache\/","title":{"rendered":"Forschungsbibliothek zur Geschichte der deutschen Sprache"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer zur Geschichte der deutschen Sprache von den Anf\u00e4ngen bis zur Neuzeit forschen will, wer in der \u201eBildungslandschaft Deutsche Sprache\u201c lebt und zu ihr beitragen m\u00f6chte, ist inmitten der Lutherstadt Wittenberg willkommen. Dort setzt die Stiftung \u201eLeucorea\u201c die Tradition der ehemaligen Wittenberger Universit\u00e4t fort. In ihren R\u00e4umen hat unter ma\u00dfgeblicher Federf\u00fchrung des Vereins \u201eWortWerkWittenberg e.V.\u201c der Aufbau einer umfangreichen Forschungsbibliothek begonnen, die es erm\u00f6glichen soll, sich mit der deutschen Sprachgeschichte von den Anf\u00e4ngen bis zur Neuzeit und schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit derjenigen seit Beginn der fr\u00fchen Neuzeit zu befassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu dieser \u201eBildungslandschaft\u201c geh\u00f6ren nicht zuletzt das ebenfalls an der Leucorea angesiedelte \u201eAn-Institut f\u00fcr Deutsche Sprache und Kultur e.V.\u201c sowie das seitens der \u201eStiftung Deutsche Sprache\u201c geplante \u201eHaus der Deutschen Sprache\u201c, das in unmittelbarer N\u00e4he der Leucorea eingerichtet werden soll. Auch die Leucorea selbst ist beteiligt. Sie stellt bestens ausgestattete R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr Bibliothek und Arbeitsbereiche im Dachgeschoss ihres Geb\u00e4udes zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bibliothek w\u00e4chst stetig. So konnten ihr bereits gr\u00f6\u00dfere Best\u00e4nde aus privaten Spenden und Nachl\u00e4ssen renommierter Fachkollegen der Germanistik zugef\u00fchrt werden. Darunter befinden sich auch besonders wertvolle alte Werke und Druckschriften. Neben einer umfangreichen Sammlung von Sekund\u00e4rliteratur liegt ein Schwerpunkt auf Forschungsmaterialien zur Sprachgeschichte des Deutschen sowie auf Dokumenten und Textzeugnissen im Original.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Forschung und Lehre bietet sich hier eine einmalige Gelegenheit: Auf der Grundlage eines Bestandes an unsch\u00e4tzbarem Quellenmaterial sowie unterst\u00fctzt von den Einrichtungen der Leucorea kann mit weiteren vernetzten Bibliotheken zusammengearbeitet werden. Dazu geh\u00f6ren in der zum Reformationsjubil\u00e4um 2017 geschaffenen Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek vereinten Bibliotheken des Evangelischen Predigerseminars sowie die Bibliothek der Stiftung Luthergedenkst\u00e4tten und nicht zuletzt die Universit\u00e4ts- und Landesbibliothek der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg. Sie alle stehen im \u201eLand der Reformation\u201c der Forschung zu verschiedensten Aspekten der Fr\u00fchzeit der deutschen Sprache zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Erg\u00e4nzung des in Wittenberg vorhandenen Quellenbestandes wird in der Leucorea ein Archiv aufgebaut, in dem einschl\u00e4gige Quellen und Forschungsmaterialien zusammengetragen werden. Darunter befinden sich u.&nbsp;&nbsp;a. das komplette und durch Karl Bischoff zwischen 1936 und 1956 erhobene Belegmaterial zum Mittelelbischen W\u00f6rterbuch, das 1500 Texte enthaltende Bonner Korpus fr\u00fchneuhochdeutscher Quellen, ferner Archivmaterialien zur Mittelhochdeutschen Grammatik, zum Referenzkorpus Fr\u00fchneuhochdeutsch, zum Luxemburger Deutsch im 17. Jahrhundert, zum Osnabr\u00fccker Fr\u00fchneuhochdeutsch sowie zur deutschen Orthographiegeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> So stellt sich die entstehende Forschungsbibliothek als entscheidende St\u00fctze der bereits gegebenen M\u00f6glichkeiten dar. Sie soll zu einer der wesentlichen Forschungsinstitutionen zur deutschen Sprachgeschichte mit dem Schwerpunkt der Reformation und ihrer Auswirkungen bis in die Gegenwart wachsen. Die besondere Ber\u00fccksichtigung der kultur- und gerade auch sprachgeschichtlichen Dimensionen der Reformation steht damit erstmals im Zentrum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer zur Geschichte der deutschen Sprache von den Anf\u00e4ngen bis zur Neuzeit forschen will, wer in der \u201eBildungslandschaft Deutsche Sprache\u201c lebt und zu ihr beitragen m\u00f6chte, ist inmitten der Lutherstadt Wittenberg willkommen. Dort setzt die Stiftung \u201eLeucorea\u201c die Tradition der ehemaligen Wittenberger Universit\u00e4t fort. 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